Warum du tierisches Eiweiß vermeiden solltest

tierisches eiweiß - Warum du pflanzliches Eiweiss bevorzugen solltest!
Eine Studie der University of California1 zeigt auf: Menschen die viel tierisches Eiweiß essen, sterben früher. Würden wir – so wie es noch vor zwei Generationen üblich war – nur ein- bis zweimal pro Woche Fleisch verzehren, wären wir gesünder und es müßten nicht allein in Deutschland pro Jahr 750.000.000 Tiere gemästet und anschließend getötet werden. Abgesehen von dem unermeßlichen Leiden der Tiere, belastet die durch unser Konsumverhalten erst ermöglichte Massentierhaltung nicht nur unsere Umwelt sondern die Lebensräume vieler Kontinente.

Tierisches Eiweiß und die Folgen

Eiweiß ist ein wichtiger Baustein für alle Körperzellen, Hormone und Enzyme. Jeder Mensch muss daher Eiweiß oder Proteine essen. Die meisten Menschen allerdings essen zu viel davon. Die empfohlene Tagesmenge beträgt 0,8 bis 0,9 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Wenn du beispielsweise 75 kg wiegst, benötigst du nicht mehr als 60 Gramm Eiweiß. Sportler benötigen in der Regel etwas mehr Eiweiß.
Für einen gesunden Menschen ist eine kurzzeitige höhere Proteinzufuhr zunächst nicht schädlich. Das Zuviel wird zu Harnstoff umgebaut und über die Nieren ausgeschieden.
Wer jedoch gesund bleiben bzw. seine Gesundheit wieder verbessern möchte, sollte folgendes beachten:

  • Tierische Produkte wie Fleisch,Wurst und Käse enthalten zum Teil auch viel Fett. Dieses Fett kann aufgrund seiner gesättigten Fettsäuren zu Stoffwechselstörungen, wie einem erhöhten Cholesterinspiegel, führen. Dasselbe gilt auch für sogenannte fettreduzierte Lebensmittel.
  • Eiweiß aus Fleisch- und Milchprodukten übersäuert den Körper und ist Ursache für viele entzündliche Prozesse wie Gicht, Rheuma, Arthrose sowie Bildung von Nierensteinen.
  • Tiere aus Massentierhaltungen sind mit Medikamentenrückständen belastet.
    Ein Überschuss an tierischem Eiweiß begünstigt die Entstehung von Brust-, Gebärmutter-, Prostata- und Darmkrebs.

Vorteile von pflanzlichem Eiweiß

Pflanzliches Eiweiß wird vom Körper besser aufgenommen als tierisches Eiweiß.
Es enthält viel weniger Fett bzw. solches, das in erster Linie aus ungesättigten Fettsäuren besteht
Pflanzliches Eiweiß enthält wenige bis gar keine Bestandteile, die Harnsäure bilden. Harnsäure trägt wesentlich zur Übersäuerung des Körpers bei und macht müde, antriebslos sowie anfällig gegen Infekte.
Im Gegensatz zu tierischem Eiweiß wird pflanzliches jedoch nur zu etwa 70 Prozent in körpereigenes Eiweiß umgebaut. Hier spielen also die Verzehrmenge und die Qualität eine größere Rolle.

Welche pflanzlichen Alternativen gibt es?

Grundsätzlich enthalten alle pflanzlichen Nahrungsmittel auch Proteine, also Eiweiß. Wir finden es in allen Gemüsesorten, im Obst, in Hülsenfrüchten, im Getreide, in Nüssen und Kernen sowie Samen. Dabei bestehen jedoch große mengenmäßige Unterschiede. Als besonders eiweißhaltig gelten
Hülsenfrüchte, zum Beispiel Bohnen, Erbsen, Linsen, Süßlupinen und Erdnüsse
Getreide wie Reis, Mais, Dinkel, Hirse, Hafer, Weizen, Roggen, Gerste bzw. Vollkornprodukte daraus
Buchweizen, Sonnenblumen, Hanf, Amaranth, Quinoa, Nüsse, Mandeln, Kürbiskerne und Algen.

Eine gute Übersicht findet ihr auf dieser Seite!

Gesundheitliche und ethische Aspekte

Durch einen weitgehenden Verzicht auf tierisches Eiweiß kann jeder nicht nur seine Gesundheit positiv beeinflussen, sondern auch seinen persönlichen Beitrag dazu leisten, die Welt ein wenig zu verbessern. Er hilft, anderes Leben zu schonen und leistet einen persönlichen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt und des Klimas. Es wäre schon viel erreicht, wenn jedermann beim täglichen Essen mehr Wert auf die Qualität legen würde.
Für Obst und Gemüse muss kein Tier sein Leben lassen. Auch Fleisch durch Milchprodukte zu ersetzen, ist nicht der richtige Ansatz, etwas gegen die Massenproduktion zu unternehmen. Säugetiere können nur dann Milch produzieren, wenn sie ein Kalb, ein Lämmchen oder ein Zicklein geboren haben.
Es gibt unendlich viele Obst- und Gemüsesorten, die sich auf unterschiedlichste Weise zubereiten und selbst auf den Grill legen lassen. Nüsse und Samen liefern hochwertige Fettsäuren, die auch noch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes schützen. Hülsenfrüchte lassen sich vielzeitig zu Eintöpfen und Salaten verarbeiten, Tofu aus Sojabohnen kann sehr gut Fleisch ersetzen. Als gesunder Brotaufstrich eignen sich Zubereitungen aus Avocados, Pflanzenölen, Gemüse, Samen und Nüssen.

Es gibt also keinen Grund, tierisches Eiweiß zu konsumieren :)!

1 – http://news.usc.edu/59199/meat-and-cheese-may-be-as-bad-for-you-as-smoking/

 

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